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Montag, 20 November 2017   Wetter

Touristik

Denkmäler Giżyckos

Zweifelsohne ist die Festung Boyen das interessanteste Bauwerk Giżyckos, das sich durch einen besonderen geschichtlichen Wert und Attraktivität für Touristen auszeichnet. Das Fort stellt ein charakteristisches Beispiel der preußischen Befestigungsbaukunst aus dem Mitte des 19. Jahrhunderts dar und gehört zu den besterhaltenen denkmalgeschützten Objekten der Wehrarchitektur des 19. Jahrhunderts Polens. Der Grundstein zum Fort wurde am 4. September 1844 gelegt. In Anerkennung der Verdienste des damaligen preußischen Kriegsministers, General Hermann von Boyens, der sich für das Projekt des Festungsbaus eingesetzt hat, wurde dem Objekt am 24. Dezember 1846 der Name „Feste Boyen“ verliehen. Die Festung nimmt eine Fläche von fast 100 ha ein. In ihrer Gestalt ist sie einem unregelmäßigen sechsarmigen Stern ähnlich, in dessen Mitte ein Hof angelegt wurde. Diese räumliche Form wurde durch die Errichtung einer bis 5 m hohen Mauer aus Steinen und Ziegeln, sog. Carnot-Mauer hervorgehoben; ihre Länge beträgt ca. 3,3 km. Dahinter liegen Gräben ohne Wasser sowie innere und äußere Erdwälle. Jeder Sternarm wurde zu einer Bastion ausgebaut, insgesamt gibt es sechs derartige Bauwerke. Drei von ihnen wurden nach Vornamen des Generals von Boyen benannt: Leopold, Ludwig, Hermann, die drei anderen nach Elementen des Generalwappens: Schwert, Recht und Licht. An den Eingängen wurden Tore aus zwei Elementen bestehend erstellt. Das Haupteingangstor – Giżycka-Tor - zeichnet sich durch seine grandiosen Abmessungen. Der Zugang zum See führte durch das Wassertor, das seit der Inbetriebnahme der Eisenbahnverbindung geschlossen ist. (Der Kanal wurde damals zugeschüttet). Im Inneren der Festung wurden eingerichtet: Arsenal, Gebäude zu militärischen Übungen, Pferdeställe, Schmiede, Werkstätten, zwei Speicher sowie Taubenpoststelle mit einem Platz für ca. 700 Posttauben. 1855 wurde der Bau der Festung offiziell beendet. Das Fort wurde nie erobert. Heutzutage wird ihm die Rolle eines Sommerfreiheitszentrums beigemessen, wo in einer malerischen Umrahmung eines Amphitheaters zahlreiche Musikkonzerte und Festivals organisiert werden. Einige dieser Veranstaltungen genießen bereits ein anerkanntes Renommee, wie etwa das seit Jahren gerne durch das treue Publikum bejubelte Chant-Festival der Segler- und Seemannsmusik („Chanty w Giżycku”). Das alte Fort beherbergt auch Jugendherberge, Museum, Klub der Liebhaber alter Motorräder und Taucherklub. Das Festungsgelände lohnt mit Führung zu besichtigen.

 

Die alte Deutschordensburg aus der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde an einem strategisch wichtigen Kanal errichtet, der die Stadt durchschneidet. Zunächst hatte hier der Bezirksverwalter seinen Sitz und nach der Säkularisation des Ordensstaates 1525 und Gründung des Herzogtums Preußen an seiner Stelle wurde die Burg zum Sitz des Landrates. Im 17. Jahrhundert wurden ans Bauwerk zu wirtschaftlichen Zwecken zwei niedrigere Flügel angebaut, die aber im 18. Jahrhundert den Flammen zum Opfer fielen, sowie ein zylinderförmiger Turm, der bis 1945 erhalten war. Im Jahre 1807 bezogen in der Burg der berühmte, im napoleonischen Dienst stehende polnische General Dąbrowski, und seine Offiziere ihre Quartiere. Bis Ende des Zweiten Weltkrieges stellte die Burg zusammen mit der Festung Boyen einen geschlossenen Verteidigungskomplex dar. In der Nachkriegszeit wurde in diesem Gebäude ein Hotel eingerichtet. Derzeit bildet die Burg ein dreigeschossiges Bauwerk, das auf einem rechteckigen Grundriss gebaut wurde.

 

Die Drehbrücke von 1860 ist das einzige Objekt dieser Art in Polen und eines der beiden in Europa. Sie wurde am Łuczański-Kanal erbaut, um dadurch die Verbindung der Festung Boyen mit der Stadt zu vereinfachen. Das bewegliche Joch der Brücke wird nicht gehoben nur gedreht. Es ist 20 m lang, 8 m breit und über 100 Tonnen schwer. So wie früher wird die Anlage nur von einem Mann in Drehbewegung gebracht.

 

Aus städtebaulicher Sicht wurde in der Stadt eine besondere Stelle Gotteshäusern unterschiedlicher Konfessionen zugewiesen. Es lohnt eine für die masurische neoklassizistische Architektur charakteristische evangelische Kirche von 1826 zu besichtigen. Der Kirchenbau wurde vom berühmten Berliner Architekten Karl Friedrich Schinkel entworfen, der auch Erbauer vieler Kirchen und Schlösser in deutschen Landen war. In der Sommersaison finden hier jeden Sonntag internationale Orgelkonzerte statt.

 

Die älteste katholische Kirche Giżyckos ist die Pfarrkirche St. Bruno in der Pionierska-Straße, 1938 geweiht. Das Gotteshaus wurde für Soldaten der katholischen Konfession aus der hiesigen Garnison erbaut. Der militärische Charakter der Kirche wurde durch einige Elemente der Innenraumausgestaltung und ein Uhrwerk im Kirchturm betont (Der Satz aus Uhrschild und Zeigern wurde aus Bajonetten entworfen). Am Giebel des Fassade ist der hl. Bruno dargestellt, den eine Schar pruzzischer Krieger angreift. Das Gotteshaus wurde auf einem kleinen Hügel errichtet und mit Findlingen verstärkt.  

 

Im heutigen Krankenhaus in der Warszawska-Straße, das im September 1910 der Öffentlichkeit als Masurisches Mutterhaus der Diakoninnen „Bethanien“ übergeben wurde, ist derzeit als Krankenhauskapelle genutzt. Bis Ende des Zweiten Weltkrieges betreuten das Objekt evangelische Schwestern und diente es Kranken. Von der ursprünglichen Ausstattung der Kapelle sind erhalten geblieben: Kanzel, Schmuckfußboden, Gestühle, Überreste von bunten Kirchenfenstern und Dachbinder. Zur Kapelle gehörte früher auch ein Versammlungssaal des Krankenhauses, der auch von Kranken mit Rollstühlen benutzt wurde. In diesem Raum sind bis heute Stuckelemente und fein ausgehauene Holzverkleidungen erhalten. In Fenstern sind hingegen bunte Glaskompositionen mit dem Datum 1910 und Namen der Künstler zu erkennen.

 

In der Stadt stehen neben 6 katholischen, einer evangelischen Kirche und einer Krankenhauskapelle auch: ein Gotteshaus der Baptisten, ein der Pfingstgemeinde, eine orthodoxe und eine griechisch-katholische Kirche, wo Konzerte der orthodoxen Kirchenmusik und Tage der Ukrainischen Kultur stattfinden.

 

In Giżycko sind traditionelle Bürgerhäuser aus dem 19. Jahrhundert erhalten geblieben, unter anderen in der Pionierska- und Dąbrowskiego-Straße. Sie bilden eine kompakte Bebauung, meistens aus Ziegeln und weisen neugotische Verzierungselemente auf.

 

In der Stadt sind  sehenswert: Sitz der heutigen „Mała Galeria” (Kleine Galerie) aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, Gericht von 1865, Haus der Sozialen Hilfe (ehem. Waisenhaus) von 1867 in der Warszawska-Straße, allgemein bildendes Lyzeum von 1891 in der 1-Maja-Allee und altes Spital, das ist ein Bürgerhaus mit Kreuz von 1897 in der Konarskiego-Straße.

 

Der Wasserturm  wurde 1900 aus Verblendsteinen im neugotischen Stil erbaut. Das Objekt zeichnet sich durch ein interessantes äußeres Gewölbe um seine Krone und zwei Wappen über den Eingang: masurisches und regionales Wappen. 97 Jahre über war der Wasserturm entsprechend seiner Bestimmung in Betrieb. Derzeit hingegen, nach einem großem Umbau (u.a., Aufstockung um drei Stockwerke, Versehen mit Kuppel, Vergrößerung der Aussichtsplattform, wo auch Fernrohre montiert wurden) wird der ehemalige Wasserturm zu einer großen Attraktion für Feriengäste. Nach Überwindung von 129 Treppenstufen oder Fahrt mit dem Aufzug erreicht man das oberste Stockwerk des Turmes, der auf einer Ebene von 162 m ü.NN liegt. Auf dieser Höhe wurde ein Café eingerichtet. Von hier aus, kann man mit bloßem Auge oder mit Fernrohr ein wunderschönes Panorama der Stadt und Umgebung mit Seen und Wäldern, echte masurische Landschaft, bewundern. Das Innere des Wasserturmes beherbergt auch ein lokales Museum, dessen Exponate das Leben ehemaliger Bewohner dieses Gebietes vermitteln.  

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