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Montag, 20 November 2017   Wetter

Unsere Stadt

Geschichte

Auf dem  Gebiet der heutigen Stadt lebten einst pruzzische Galindien,  ein heidnisches Volk, das auf zwei Inseln: Wielka Kiermuza und Duży Ostrów ihre Kultstätte hatte. Der Deutschorden, 1226 ins Pruzzenland geholt, eroberte innerhalb von 50 Jahren diese Landschaft und gliederte sie in seinen Staat ein, der gut 200 Jahre existierte. Das Land wurde christianisiert und von polnischen sowie deutschen Ansiedlern urbar gemacht. Die ursprünglichen Bewohner Galindien wurden mit der Zeit assimiliert und so verschwanden auch ihre Sprache, Sitten und Bräuche.

 

Ritter des Deutschordens errichteten ihre Burgen. Eines der Bauwerke entstand 1283 anstelle einer pruzzischen Wache (Die derzeit bestehende Burg stammt aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts). Um die Burg herum baute man eine Siedlung, die den Namen Nowa Wieś erhielt und mitsamt der Ordensburg im 13-jährigen Krieg zerstört wurde. Die Gründung der Siedlung wurde 1475 erneuert - aufgrund des Stiftungsprivilegs vom brandenburgischen Komtur Bernhard von Baltzhofen. In der Folgezeit wurde die Siedlung vom Markgraf Albrecht von Hohenzollern in den Rang einer Stadt mit dem Namen Lec erhoben. Nach langjährigen Bemühungen und vielen Gesuchen erhielt Lec endlich am 15. Mai 1612 Urkunde mit dem Stadtrecht aus der Hand des preußischen Herzogs Jan Sigismund von Hohenzollern.

 

Das Recht eigenes Wappen und eigenen Stempel zu führen, wurde der Stadt am 26. Mai 1612 verliehen. Im Stadtwappen sind vor blauem Grund drei Brassen zu sehen, die übereinander angeordnet sind, wovon die mittlere die größte ist. Nach einer Legende, aß einmal der Große Kurfürst zu Mittag in Lec köstliche Brassen, im nah gelegenen Niegocin-See von einheimischen Fischern gefangen. Aus Dankbarkeit beschloss er der Stadt ein Wappen mit drei Brassen zu verleihen und allen Stadtbewohnern das Recht im See zu fischen.

 

In der gleichen Zeit wurde auch die Schreibweise des Stadtnamens festgelegt - Lötzen. Die einheimischen Masuren benutzten aber am liebsten den alten Namen Lec. Die Stadtbewohner waren stolz auf ihre Privilegien und errichteten bereits 1613 das Rathaus. Die Stadtentwicklung wurde durch Kriege, Brände, Pesten und unfruchtbare Jahre verlangsamt. Besonders bedeutend war das 19. Jahrhundert, als Giżycko zur Kreisstadt erhoben wurde. Man baute die neue (jetzige) evangelische Kirche, die 1827 eingeweiht wurde. 1844 wurde mit dem Bau der Festung Boyen sowie der Straßen und Kanäle zwischen den größeren masurischen Seen begonnen. Es wurden zugleich umfangreiche Meliorationsarbeiten durchgeführt und die Binnenschifffahrt in Betrieb genommen. Von großer Bedeutung für die Stadtentwicklung war der Bau der Eisenbahnverbindung (1868) mit anderen wichtigen Städten Ostpreußens.

 

Es wurde gleichzeitig der 67 ha große Stadtwald forstwirtschaftlich erschlossen, der laut Stadtgründungsurkunde zur Stadt gehörte. In Giżycko wurden gebaut: Restaurant mit Aussichtsturm, Fischteiche, Schießstände und Spazierwege. Dieser Wald wurde mit der Stadt über eine Lindenallee verbunden (Zurzeit besteht lediglich noch ein Teil dieser Allee). Durch Bemühungen des Oberforstbezirks Giżycko hat man im Jahre 2000 die alte Waldanordnung wiederhergestellt. Darüber hinaus wurden informative Lehrpfade ausgewiesen, die beträchtlich zur Attraktivität der Waldfläche beitragen. Im Stadtwald wachsen viele naturdenkmalgeschützte Bäume, unter anderen fünf Eichen, von denen die älteste, „Wojtek“ genannt, vermutlich 640 Jahre alt ist.

 

Giżycko war in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen als Kurort und Zentrum für Wassersport bekannt. So wurde es gerne von Feriengästen besucht. Es standen im Ort zur Verfügung: viele Hotels, Pensionen, Villen, Herbergen, elegante Yachtanlegestelle, Schwimmbad, Konzertsaal, Bücherei sowie Kinos. Darüber hinaus gab es eine große Auswahl an Restaurants, Cafés, Bier- und Weinlokalen, Bootsverleih und Badestellen. Es wurden Ruder- und Segelklubs gegründet. Am Niegocin-See begann man mit Eisjachtwettkämpfen und in der Umgebung wurde eine Sprungschanze erbaut.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg fängt ein neues Kapitel der Stadtgeschichte an. Die Stadt erhielt den neuen Namen Łuczany. Der gegenwärtige Name Giżycko zu Ehren des Gustaw Gizewiusz, eines Aktivisten der Bewegung der polnischen Minderheit in Masuren ist seit dem 4. März 1946 gültig. Die damals entvölkerte Stadt wurde allmählich von Menschen aus anderen Teilen Polens besiedelt, die auch ihre eigene Tradition, Sitten, Bräuche, Sprache und Religion mitbrachten. Derzeit leben in Giżycko neben Polen auch Gruppen von Ukrainern, Deutschen, Weißrussen, Litauern und Tataren.

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